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Chlorella, Spirulina und Gerstengras, nüchtern betrachtet

Was in den drei grünen Pulvern steckt und was das Wort Superfood wert ist

Von Vitaminbox-Team · 01.05.2026 · 4 Min. Lesezeit
Chlorella, Spirulina und Gerstengras, nüchtern betrachtet

Chlorella, Spirulina und Gerstengras, nüchtern betrachtet

Das Wort «Superfood» stammt nicht aus der Ernährungswissenschaft, sondern aus einer Werbeabteilung. Es gibt keine Definition dafür, keine Grenzwerte, keine Stelle, die das prüft. Jede Beere darf sich so nennen, und entsprechend inflationär wird der Begriff benutzt.

Drei Pulver haben ihn trotzdem überlebt und stehen heute in jeder Drogerie zwischen Zürich und Genf: Chlorella, Spirulina und Gerstengras. Bei diesen dreien steckt tatsächlich etwas dahinter. Nicht alles, was auf den Verpackungen behauptet wird, aber genug, um genauer hinzuschauen.

Also der Reihe nach.

Chlorella, die Süsswasseralge

Chlorella ist eine einzellige Alge aus dem Süsswasser, gezüchtet meist in flachen Becken unter freiem Himmel. In der Naturheilkunde gilt sie als Klassiker, was mit dem Aufbau ihrer Zellwand zu tun hat. Enthalten ist:

  • Chlorophyll, und zwar reichlich
  • Eiweiss mit allen essenziellen Aminosäuren
  • B-Vitamine, darunter B12 in einer Form, die der Mensch nur teilweise verwerten kann. Wer sich vegan ernährt, sollte sich nicht allein darauf verlassen
  • Eisen, Zink und Magnesium
  • der sogenannte Chlorella-Growth-Factor, kurz CGF

Traditionell wird Chlorella mit dem Begriff «Entgiftung» verknüpft. Ein zugelassener Health Claim steht dahinter nicht, und wir halten wenig davon, dieses Wort so freihändig zu benutzen, wie es in der Branche üblich geworden ist. Die Nährstoffdichte der Alge bleibt davon unberührt und ist beachtlich.

Spirulina ist genau genommen keine Alge

Spirulina wird überall als Alge verkauft, biologisch handelt es sich aber um ein Cyanobakterium. Für die Küche ändert das nichts, fürs Verständnis schon. Drin steckt:

  • bis zu 70 % Eiweiss, damit gehört Spirulina zu den proteinreichsten Lebensmitteln überhaupt
  • sämtliche essenziellen Aminosäuren
  • Phycocyanin, der blaue Farbstoff, dem eine antioxidative Wirkung zugeschrieben wird
  • Beta-Carotin, Vitamin K, Eisen
  • essenzielle Fettsäuren

Als pflanzliche Eiweissquelle ist Spirulina damit für Vegetarier und Veganer interessant. Nur deckt niemand seinen Proteinbedarf mit einem Teelöffel Pulver. Es geht um die Begleitstoffe, nicht um die Grammzahl.

Gerstengras, geerntet vor dem Korn

Gerstengras sind die jungen Halme der Gerste, geschnitten, bevor die Pflanze das Korn ansetzt. In dieser kurzen Phase ist sie am nährstoffdichtesten. Enthalten sind:

  • Vitamine, vor allem A, C, E, K und der B-Komplex
  • eine breite Mischung an Mineralstoffen
  • viel Chlorophyll
  • Antioxidantien, unter anderem SOD (Superoxid-Dismutase)
  • Ballaststoffe

In der Naturheilkunde hat Gerstengrassaft den Ruf, «basisch» zu wirken und den Säure-Basen-Haushalt zu unterstützen. Diese Vorstellung ist alt, und diskutiert wird sie bis heute.

Was die Kombination bringt

Die drei setzen unterschiedliche Schwerpunkte:

  • Chlorella, mineralreich und mit viel Chlorophyll, dazu die erwähnte Tradition, um die wir einen Bogen machen
  • Spirulina, das Eiweiss, dazu Phycocyanin und Beta-Carotin
  • Gerstengras steuert Vitamine, Antioxidantien und Ballaststoffe bei

Wer alle drei nimmt, deckt eine breitere Fläche ab, als es eine einzelne Pflanze je könnte, und muss sich nicht auf eine Wette festlegen. Das ist die ganze Idee hinter einem Green Mix.

Drei Pflanzen, drei Schwerpunkte. Gemeinsam liefern sie ein breiteres Nährstoff-Spektrum als jede für sich.

Wer sich damit anfreunden könnte

  • wer selten frisches Gemüse auf den Teller bringt, weil der Tag es nicht hergibt
  • Vegetarier und Veganer, als pflanzliche Eiweiss- und Mineralstoffquelle
  • Menschen mit hoher körperlicher Belastung
  • als Begleitung durch eine Fastenwoche
  • im Winter, wenn das regionale Gemüseangebot auf Wurzeln und Kohl zusammenschrumpft
  • in dichten Wochen, als Grundversorgung

Worauf du beim Kauf achten solltest

  1. Bio-Qualität. Algen nehmen auf, was im Wasser ist. Bio bedeutet hier kontrollierte Kulturbedingungen
  2. schonende Trocknung, sonst sind die hitzeempfindlichen Vitamine weg, bevor die Dose überhaupt zugeht
  3. eine klare Herkunftsangabe, idealerweise Europa
  4. Schwermetall-Prüfung. Bei Algen ist das keine Formalität, sondern das wichtigste Kriterium überhaupt. Ohne Analysezertifikat würden wir keine Dose kaufen
  5. keine Zusatzstoffe. Pulver oder Pressling, fertig

So kommt das Pulver in den Alltag

  1. 1 Teelöffel Pulver täglich oder die entsprechende Menge Presslinge
  2. eingerührt in Wasser oder in einen Smoothie. Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, das sei dazugesagt
  3. morgens oder zwischen den Mahlzeiten
  4. mit einer kleinen Dosis anfangen und langsam steigern. Manche berichten in den ersten Tagen von Reaktionen
  5. genug Wasser dazu trinken

Was von den grünen Pulvern bleibt

Wunder sind grüne Pulver keine, und wer sie als solche verkauft, hat entweder die Studienlage nicht gelesen oder hofft darauf, dass du es nicht tust. Was bleibt, ist eine nährstoffdichte pflanzliche Ergänzung für Leute, deren Speiseplan etwas mehr Grün vertragen könnte. Die Mischung aus Chlorella, Spirulina und Gerstengras deckt drei verschiedene Nährstoffprofile ab und spart dabei drei einzelne Dosen im Küchenschrank.

Der Green Mix im VitaminboxShop kommt als 3er-Packung mit allen drei Klassikern als Pressling, in Bio-Qualität, vegan und ohne Zusatzstoffe. Damit ist die Sache morgens in zehn Sekunden erledigt.

Eines noch, weil grüne Pulver gern zum Alibi werden: Sie ergänzen, die Grundlage ist und bleibt ein ausgewogener Speiseplan. Bei Schilddrüsenproblemen, unter blutgerinnungshemmenden Medikamenten oder in der Schwangerschaft klärst du die regelmässige Einnahme besser zuerst mit einer Fachperson.

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