Vitamin C auf Magnesiumbasis, die magenfreundliche Form
Magnesium-Ascorbat ist pH-neutral und bringt einen Mineralstoff gleich mit
Vitamin C auf Magnesiumbasis: die magenfreundliche Form, die zwei Nährstoffe vereint
Weshalb ausgerechnet Magnesium-Ascorbat
Über kaum einen Nährstoff wird so leichtfertig geredet wie über Vitamin C. Jemand im Büro niest, und schon liegt der Ratschlag auf dem Tisch: nimm halt Vitamin C. Gemeint ist damit fast immer die Brausetablette aus dem Viererpack in der Drogerie. Welche Form da eigentlich drinsteckt, fragt so gut wie niemand, obwohl sich genau daran entscheidet, ob der Magen mitmacht.
Klassische Ascorbinsäure ist sauer, pH um 2,5. Empfindliche Personen spüren das durchaus, mal als leichtes Brennen, mal als Ziehen eine halbe Stunde nach dem Znüni. Magnesium-Ascorbat geht einen anderen Weg: gepuffert, pH-neutral, mit elementarem Magnesium im selben Molekül gebunden.
Was dabei herauskommt, ist ein mildes Vitamin C plus ein Mineralstoff, der in der westlichen Ernährung reihenweise zu kurz kommt.
Die Chemie dahinter, in aller Kürze
Magnesium-Ascorbat ist ein Mineralsalz der Ascorbinsäure. Zwei Ascorbat-Moleküle hängen an einem zentralen Magnesium-Ion. Rührst du das Pulver in Wasser ein oder kommt es im Magen an, zerfällt die Verbindung sanft, und der Körper nimmt genau das auf, was er ohnehin immer aufnimmt: L-Ascorbat und Mg²⁺.
Der Unterschied zur reinen Ascorbinsäure steckt also nicht im Vitamin, sondern im Säuregrad vor der Aufnahme. Magnesium-Ascorbat liegt bei einem pH-Wert um 7.
Neutral, mehr braucht es nicht.
Ein Wort noch zur Einordnung: Dass die gepufferte Form auch besser aufgenommen würde, behaupten wir nicht. Überzeugende Daten dazu haben wir bisher nicht gesehen. Der Vorteil liegt in der Verträglichkeit, nicht in einer höheren Bioverfügbarkeit, und wer etwas anderes verspricht, geht zu weit.
Die Doppel-Wirkung: Vitamin C trifft Magnesium
Die beiden folgenden Absätze stehen absichtlich im Originalwortlaut. So und nicht anders hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sie zugelassen.
Vitamin C trägt bei zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung, zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefässe, Knochen, Knorpel, des Zahnfleischs, der Haut und der Zähne, zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen psychischen Funktion, zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zur Regeneration der reduzierten Form von Vitamin E, zu einer normalen Eisenaufnahme sowie zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.
Magnesium trägt bei zu einer Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung, zum Elektrolytgleichgewicht, zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zu einer normalen Muskelfunktion, zu einer normalen Eiweisssynthese, zu einer normalen psychischen Funktion, zur Erhaltung normaler Knochen, zur Erhaltung normaler Zähne und hat eine Funktion bei der Zellteilung.
Beide Mikronährstoffe stecken hier in einer einzigen Verbindung, und der Magen merkt nichts davon. Das ist der praktische Reiz an der Sache.
Für wen sich die gepufferte Form lohnt
Am naheliegendsten ist sie für alle, die auf reine Ascorbinsäure mit einem Säuregefühl im Magen reagieren. Und für jene, die ihr Vitamin C lieber als Pulver in ein Glas Wasser rühren, statt eine Tablette zu schlucken: Magnesium-Ascorbat bleibt geschmacklich neutral, während Ascorbinsäure deutlich säuerlich daherkommt.
Häufig genannte Lebenslagen sind die kühlere Jahreszeit, intensives Training, die Wochen vor einer Prüfung, Phasen mit hoher beruflicher Belastung. Dazu ein Ernährungsalltag, in dem frisches Obst und Gemüse eben nicht täglich auf dem Teller landen. (Wer ehrlich ist, kennt solche Wochen.)
Ältere Menschen wählen die gepufferte Variante gern, weil die Magenschleimhaut mit den Jahren empfindlicher reagieren kann. Wer regelmässig Medikamente nimmt, bespricht die Einnahme vorher mit Ärztin oder Apotheker.
Das gilt hier wie überall.
Vitamin C aus dem Einkaufskorb
Frische, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel bleiben die beste Quelle, daran ändert kein Pulver etwas. Besonders reich sind Hagebutten, Sanddorn, schwarze Johannisbeeren, Paprika (vor allem die roten), Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Petersilie, Kiwi, Erdbeeren, Zitrusfrüchte und Kartoffeln. Zwei Dinge machen dem Vitamin zu schaffen: Hitze und Licht. Kurz dünsten statt lange kochen, frisch schneiden statt tagelang gerüstet im Kühlschrank lagern, dann bleibt am meisten übrig.
Magnesium sitzt anderswo. In Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen, Mandeln, Cashewnüssen, Vollkornprodukten und Haferflocken, in dunkler Schokolade, Spinat, Mangold, Hülsenfrüchten und in mineralstoffreichem Wasser.
Häufige Fragen in Kürze
Schmeckt es sauer wie Vitamin C?
Nein. Nahezu geschmacksneutral, mit einer leicht mineralischen Note.
Verfärbt es Zähne oder greift den Zahnschmelz an?
Beim neutralen pH-Wert gilt das nicht als kritisch. Reine Ascorbinsäure kann als Säure den Zahnschmelz angreifen, hier fällt dieser Punkt weg.
Kann ich es mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln kombinieren?
Vitamin C und Magnesium vertragen sich in vielen Kombinationen problemlos. Wer gleichzeitig Medikamente einnimmt oder eine bestehende Erkrankung hat, fragt am besten vorher in der Praxis oder Apotheke nach.
Ist es für Vegetarier und Veganer geeignet?
Magnesium-Ascorbat wird mineralisch und fermentativ hergestellt, in aller Regel also rein pflanzlich. Massgeblich bleibt die Deklaration auf der jeweiligen Packung.
Was bleibt
Magnesium-Ascorbat ist Vitamin C für Leute, die beim Etikett zweimal hinschauen. Eine Verbindung, zwei Mikronährstoffe, und nichts davon schmeckt sauer. Wer Vitamin C bisher nur als Brausetablette oder als scharfes Pulver kannte, merkt den Unterschied beim ersten Glas.
Eine kleine Änderung an der Form, mehr ist es nicht. Für empfindliche Mägen macht sie trotzdem einiges aus.
Hinweis: Kein Nahrungsergänzungsmittel ersetzt eine abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Wer erkrankt ist oder Medikamente einnimmt, klärt die Einnahme vorher mit Ärztin, Arzt oder Apotheker ab. Ausser Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren, und die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten.