Bitterstoffe und Ballaststoffe, zwei Vergessene im Speiseplan
Inulin, Beta-Glucan, Konjak und Bitterkräuter als Nährstoff-Komplex für den Darm
Flora Total: warum dein Darm Bitterstoffe mag
Auf dem Sonntagstisch stehen noch die Reste vom Braten, daneben eine Platte Rösti und ein Stück Kuchen, das jemand mitgebracht hat. Du sitzt im Sessel, der Hosenbund drückt, und an den geplanten Spaziergang denkt inzwischen niemand mehr. Dasselbe Gefühl kennt jeder, der nach einer langen Reise das erste Mal wieder zu Hause isst.
Der Bauch macht dann erst einmal Pause.
Zwei Dinge fehlen in den meisten Speiseplänen: Ballaststoffe und Bitterstoffe. Früher waren beide selbstverständlich, heute sind sie weitgehend verschwunden. Ein Nährstoff-Komplex für den Darm setzt genau dort an.
Ballaststoffe sind das Futter, das wir selbst nicht verwerten
Ballaststoffe sind das, was übrig bleibt, nachdem unsere Verdauungsenzyme an den Pflanzenfasern gescheitert sind. Uns bringen sie direkt nichts. Den Bakterien im Dickdarm dagegen schon, und die machen daraus:
- kurzkettige Fettsäuren wie Butyrat, die Hauptnahrung der Darmschleimhaut
- Vitamine, in erster Linie B-Vitamine und Vitamin K
- Stoffwechselprodukte, die im Körper als Signalmoleküle unterwegs sind
Ohne genügend Ballaststoffe hungert das Mikrobiom, und mit ihm die Darmschleimhaut. Empfohlen werden 30 g pro Tag. In Mitteleuropa liegen die meisten unter 20 g, und wer oft auswärts isst, häufig noch deutlich darunter.
Inulin, der Klassiker aus der Chicoréewurzel
Inulin steckt in Chicorée und Topinambur, auch in der Löwenzahnwurzel. Es ist ein löslicher Ballaststoff und eines der am besten untersuchten Präbiotika überhaupt. Im Dickdarm nutzen es die nützlichen Bakterien als Nahrung, allen voran die Bifidobakterien, die sich davon vermehren.
Beta-Glucan bringt als einziges einen zugelassenen Claim mit
Beta-Glucan stammt aus Hafer und Gerste, ausserdem aus bestimmten Pilzen. Der Wortlaut, den die EU dafür freigegeben hat: Beta-Glucan trägt zur Aufrechterhaltung normaler Cholesterinspiegel im Blut bei. Daneben dient es als präbiotisches Futter und kann das Sättigungsgefühl unterstützen.
Glucomannan quillt, und zwar kräftig
Glucomannan aus der Konjak-Wurzel ist ein löslicher Ballaststoff, der im Magen kräftig aufquillt und für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl sorgt. Auch dazu existiert ein zugelassener Claim: Glucomannan trägt im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung zum Gewichtsverlust bei. Genug Flüssigkeit dazu ist Pflicht, sonst wird die Sache unangenehm.
Bitterstoffe sind die vergessene Geschmacksrichtung
Aus Salaten und Gemüsesorten wurde der bittere Ton über Jahrzehnte herausgezüchtet, weil sich mild und süss nun einmal besser verkaufen, und ein Chicorée aus dem Regal schmeckt heute deutlich zahmer als der, den unsere Grosseltern im dunklen Keller getrieben haben.
Schade eigentlich.
In der Naturheilkunde hat Bitteres nämlich eine lange Tradition. Eingesetzt wurden Bitterstoffe seit jeher, um
- die Bildung von Speichel und Magensaft in Gang zu bringen
- die Gallenfunktion zu unterstützen, was für die Fettverdauung eine Rolle spielt
- die Bauchspeicheldrüse anzuregen
- die Lust auf Süsses zu bremsen, das jedenfalls berichten viele Anwender
Die Klassiker unter den Bitterkräutern: Löwenzahn, Wermut, Enzian, Tausendguldenkraut und Schafgarbe.
Für wen der Komplex gedacht ist
- wer sich ballaststoffarm ernährt, viel Weissmehl und wenig Gemüse
- wenn die Verdauung schwerfällig läuft
- nach einer Antibiotika-Therapie, wenn der Darm wieder Futter braucht
- bei Heisshunger auf Süsses, typischerweise um vier Uhr nachmittags im Büro
- wenn nach dem Essen oft ein Völlegefühl bleibt
- begleitend zu einer Gewichtsreduktion
- während einer Darmflora-Aufbaukur
So dosierst du sinnvoll
- einschleichend dosieren. Der Darm braucht 3 bis 7 Tage, bis er sich an die zusätzlichen Ballaststoffe gewöhnt hat, und wer gleich mit der vollen Menge startet, hat in den ersten Tagen wenig Freude daran
- viel trinken, Ballaststoffe brauchen Flüssigkeit zum Quellen
- Bitterstoffe 15 bis 30 Minuten vor der Mahlzeit
- 4 bis 8 Wochen dranbleiben, die Darmflora reagiert langsam, dafür nachhaltig
Kein Ersatz für den Gemüseteller
Ein Komplex aus Bitterkräutern und präbiotischen Ballaststoffen ersetzt keinen Teller Gemüse, und so sollte man ihn auch nicht verkaufen. Was er kann: im Alltag das nachliefern, was zwischen Sitzung, Kantine und Znüni regelmässig zu kurz kommt, nämlich Futter für das Mikrobiom. Wir mögen ihn vor allem deshalb, weil der bittere Geschmack einen daran erinnert, wie ungewohnt bitter überhaupt geworden ist.
Ehrlich gesagt: An den ersten Löffel muss man sich gewöhnen.
Flora Total im VitaminboxShop bringt Bitterkräuter mit Inulin, Beta-Glucan und Konjak-Wurzel zusammen. Gedacht als tägliche Grundlage für alle, die ihrer Darmflora mehr zu futtern geben möchten, ohne den ganzen Speiseplan umzustellen.
Noch ein Wort in eigener Sache: Ergänzungen ersetzen keine ausgewogene Ernährung. Bei Schluckbeschwerden, bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich oder wenn du regelmässig Medikamente einnimmst, sprich vor einer dauerhaften Einnahme mit einer Fachperson.